Die Welt der „Informationsbewegung“ debattiert den aufrüttelnden Beitrag von Webster Tarpley (s. 24 d. M.) - da legt Michel Chossudovsky nach: Er liefert Informationen, die bei Tarpley noch gefehlt haben - und appelliert erneut an die Weltgemeinschaft.
Mit Recht und völlig korrekt sagt Chossudovsky (pdf), dass Krieg gegen Iran wegen der politisch zwingenden Einbeziehung Syriens, des Libanon sowie Palästina sehr schnell in einen 3. Weltkrieg führen kann. Er beschreibt summarisch die schrecklichen Folgen für die Menschheit und ruft auf, die Grundlagen einer solchen Kriegführung zu „unterminieren“ - zum Beispiel die verhängnisvolle Allianz mit Israel. Und er bietet eine gute Karte mit der US-Truppenansammlung um den Iran herum.

Bei den „proposed pipelines“ hat er die wesentlich realistischere - aber von den USA unter Kriegsdrohung bekämpfte - „IPI route“, also die geplante Iran-Pakistan-Indien-Gaspipeline vergessen.
Mit recht warnt C davor, dass ein solcher Krieg sehr schnell auch zum Einsatz von Nuklearwaffen führen könnte, der jederzeit möglich ist. Wichtiger und realistischer erscheint mir allerdings der Einsatz von Uranwaffen, der ebenfalls vorbereitet ist (pdf). Schließlich ist es nicht sinnvoll, dass man erst darlegt, welche wertvollen Rohstoffe, hauptsächlich Öl und Gas, der Iran besitzt - und gleichzeitig auszuführen, dass die US-geführte Nato den Zugang zerstören will.
Wichtig ist auch C‘s Beobachtung, dass die Menschen in den Nato-Ländern in stillschweigende Zustimmung zu einem solchen Krieg „hineinkonditioniert“ (mein Ausdruck - CRH) werden.
C kündigt weitere Veröffentlichungen zum Thema an, hier liege jetzt Teil 1 vor, zur „Globalen Kriegführung“, während ein geplanter zweiter Teil sich mit „Eigenschaft und Geschichte des Krieges gegen den Iran“ befasse. Wir dürfen gespannt sein, auch wenn dabei die großen „Neuigkeiten“ ausbleiben. Und: Chossudovsky nennt kein Datum für den Beginn des Krieges!
Selbstverständlich machen die hohen Kosten des Irak-Abenteuers in den Augen der kriminellen US-Strategen nur dann „Sinn“, wenn hinterher der Iran „drankommt“. Das ist altbekannt, seit Jahren weisen viele, fast alle, kritischen Analysten, auch ich, darauf hin. Wichtiger ist, was aus allem folgt: Klare Szenarien und Handlungsanweisungen für den politischen Kampf gegen korrupte Machteliten, die entweder mittun - oder nichts dagegen unternehmen.
So seltsam das klingen mag: Wir können dabei von Stuttgart lernen! Gestern berichtete zum Beispiel der „Deutschlandfunk“ vom Ü-Wagen über die Bürgerproteste in Stuttgart und spielte dabei alte Gassenhauer der 68er-Bewegung, wie: „Power to the people“ oder „Stand up for your rights“. Ein paar der ergrauten Redakteure werden ihre Freude gehabt haben...
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1.Das „System“ ist marode und restlos brüchig - es gibt kaum noch vitale Vorkämpfer der gegenwärtigen Politik, die große Mehrheiten irritiert. Schon kurzzeitiger, offener Widerstand führt zur Machterosion bei den korrupten Eliten, deren Unterstützer in großen Zahlen längst nicht mehr mitspielen wollen.
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2.Zunehmend wachsen „bürgerliche Kräfte“, Menschen, die bisher nicht opponiert haben, in den immer größeren „Kreis der Widerspenstigen“ hinein.
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3.Es ist deshalb wichtig, endlich:
3.1. die Zersplitterung der Opposition zu überwinden, ohne den vom Verfassungsschutz alimentierten Wirrköpfen Plattformen zu bieten. Dabei sollten bisherige Wortführer, die dazu beigetragen haben, dass z. B. die Masse der Afghanistan-Kriegsgegner nicht mitdemonstriert, sich klug zurückhalten.
3.2. endlich zur Aktion auf der Straße zu kommen.
Wie das geht? Zum Beispiel nach dem erfolgreichen Muster der „Freiheitswerkstatt“ in München und München Ost:
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1.Gleichgesinnte Freundinnen und Freunde finden
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2.regelmäßige Treffs, einmal im Monat, abhalten
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3.sich gemeinsam organisieren (Stammlokal, Kasse, wechselnde Tagungsleitungen, Organisationskomitee wählen - höchstens für ein Jahr!)
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4.gemeinsame, öffentliche Aktionen planen und durchführen
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5.... und nie vergessen: Eine schweigende Mehrheit ist, zumindest gedanklich, an Eurer Seite!
Die „PS“ der seelischen/gedanklichen Kraft dieser Mehrheit „auf die Straße zu bringen“ - darin liegt die Herausforderung!